Sonntag, 30. November 2008

Das Katzenmöbel.

Die Leiter - ein perfektes Katzenmöbel.

;)

Morgen übergebe ich die alte Wohnung, nachdem ich fast die ganze letzte Woche mit der Renovierung zugebracht habe. Ein Zimmer mit knallgelben Wänden ist jetzt wieder leidlich weiß, Dutzende Trockenbaudübel mussten aus der Rigips-Wand gezerrt, die Rauhfaser mit einer Reparaturpaste (fetzt!) ausgebessert, 35m² Teppichboden für die Nachmieter (Allergiker) entfernt und die Müllcontainer voll mit altem und mittelalten Gerümpel gestopft werden.

Höchst interessant fand ich dabei mein Verhalten in einer schwadigen, äußerst ungesunden Atmosphäre aus Nitroverdünnung und Atemluft. Unter ausdauerndem Kichern habe ich mich mit dem alten Teppichklebeband selbst gefesselt, bis ich mich entschlossen hatte, die Fenster nun doch etwas weiter zu öffnen. Kids! Do not try this at home!

Freitag, 21. November 2008

Baustelle.

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Hier sieht's genau danach aus, die ganze Wohnung ist wegen des Umzugs voller Kartons und Krempel. Ella ist hellauf begeistert.

Es finden sich u.a.:

  • diverse Katzenspielzeuge, die sich an den unmöglichsten Stellen angesammelt haben
  • wichtige Minimadenschrauben, die man schon ewig vermisst hatte und mit denen man endlich das seit 2 Jahren halboffene Objektiv wieder festschrauben kann
  • verlorengegangene Handynetzteile, für deren Ersatz man sich erst neulich stundenlang die ebay-Produktbeschreibungen und Verkäuferbewertungen gelesen hat - und am Ende trotzdem nur Müll geliefert bekam
  • Coupons für Ali-Baba-Döner - bester Nicht-Dürüm des Abendlandes
  • Myriaden von CD-Hüllen - ohne Inhalt
  • Myriaden von CD-Hüllen - mit unbeschrifteten, aber eindeutig mit irgendwas bebrannten CD-Rs und CD-RWs drin
  • _alle_ Paketscheindurchschläge der eigenen ebay-Aktivität seit 1999
  • ältere, seltsam verfärbte Minzpastillen diverser Großunternehmen: Das Blechdöschen der Deutsche Bahn enthält eine leicht bläuliche Pastille, während die in einer Scheckkartenattrappe liegenden Pillen der Deutschen Bank rosa angefärbt sind. Die Matrix ist natürlich überall, ich greife aber bei beiden Pillen nicht zu.
  • mehrere Blechdosen voller leerer Faserstifte, ältlicher Radiergummis, ein stumpfer Anspitzer des Büroartikelherstellers Ellen Betrix, zwei Pelikano-Tintenpatronen mit wenig, aber dafür sehr dickflüssigem Inhalt. Königsblau fetzt!
  • zwei angegilbte Depeche-Mode-Poster aus der Bravo Ende 1989
  • ein Taschenrechner von Lloyd's von Anfang der 70er
  • ein Commodore 1084S und ein echter Competion Pro-Joystick, letzte Reminiszenz an 7 Jahre Amiga 500, A2000 und A2500
  • obskure Computeradapter - z.B. ein VGA-Adapterstecker für ein JVC MP-XP7250, das Apple-Monitorkabel meines beigen PowerMAC G3, mehreren Kilo Kupfer in Form von HVD-SCSI-Kabeln
  • ein Satz Windows 95-Disketten(!), ein DOS 3.0-Handbuch und ein Regalmeter IRIX 5.1-Handbücher
  • ein, ermmmm, unbenutztes Fitnessgerät
  • ein Kanister voll Fixierer und einem halben Kilo Silber drin, den ich nächste Woche zum Entsorgungshof bringen muss
  • einer Ansammlung von Oldschool-Glühlampen mit 60, 100 und 250W. Schraubt man die mal probeweise statt der derzeit eingesetzten 21W-Energiesparfunzeln (entspricht angeblich 100W und soll 3200K Farbtemperatur haben) ein, merkt man überdeutlich, welches Opfer man Abend für Abend für die Umwelt bringt.
  • eins meiner Lieblingsbücher, als ich noch ganz klein war: "Lustige Geschichten" von Wladimir Sutejew. Meine Eltern haben mir sooft daraus vorlesen müssen, bis ich es auswendig konnte und es selbst durchgeblättert habe. Die Texte kann ich selbst heute noch auswendig.
  • Alle Brillen, seitdem ich mit 10 die erste bekam. -1dpt, hach! Und was für hässliche Gestelle!
  • Schulfotos, die den bereits verdrängten Einsatz dieser Brillengestelle, Folgen von Karies und die völlige Talentfreiheit von Schulfotografen dokumentieren
  • eine Gruppe kleiner Gartenzwerge samt Fliegenpilz-Räucherhäuschen, die von meiner Oma mit einer beneidenswerten Akribie bemalt wurden

So die Telekom will, gehts hier am Montag weiter. Dann gibts sicherlich mehr über meinem Kampf gegen die geballte (Küchen-)Front aus Faktum, Prägel, Ädel, Perfekt, Avsikt, Atlant und Boholmen zu berichten.

Donnerstag, 20. November 2008

Momo.

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Momo ist die Katze eine Waldarbeiters hier im Ort. Sie lebt mit zwei Dobermännern und einem bisongroßen Kaukasischen Owtscharka zusammen. Überflüssig zu erwähnen, wer hier wen in der Hand hat...

Ich hoffe bloß, dass ich die heute in der neuen Wohnung auftauchenden IKEA-LegionellenLegionäre auch so unter der Knute habe... :)

"Der Deutsche ist ein Bastler - und der Schwede hats erkannt." (Jochen Malmsheimer)

Montag, 17. November 2008

Kalt!

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- es wird Zeit für den Pelzmantel.

(Da mich Ella gerade sehr überrascht - ja, ich meine sogar eine Spur Unsicherheit, vielleicht auch Angst in ihren Augen zu entdecken - aus dem PÖANG anschaut: Nein, der Mantel ist nicht mit Katzenfell gefüttert.)

Freitag, 7. November 2008

Montag, 3. November 2008

Gerade mal 13 Monate her...

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die kleine Maus ist echt großgeworden. Und hat einige merkwürdige Vorlieben entwickelt:

  • Heißhunger auf Ketchup und grüne Oliven, Omis Himbeer- und Brombeergelee und Pflaumenjoghurt
  • Ablecken leerer Olivenölflaschen und der Fischstäbchenbratpfanne
  • Zuschauen beim Befüllen des Wasserkochers
  • Hat die Katze HungerAppetit, wird dieser unterträgliche Zustand erst zweimal angemeckert - und dann sofort in den Arm gezwickt.
  • Drei Katzencohibas werden am Tag und in der Nacht gelegt.
  • Badet Frauchen, wird die neben der Badewanne stehende Katzentoilette für ein großes Geschäft aufgesucht. ("Hilfe! Die Katze erstinkt mich wieder!" - hähähä)
  • Duscht Herrchen, wird brav vor der Dusche gewartet und keine Cohiba gelegt.
  • Duscht Herrchen nicht, wird das T-Shirt angeknabbert.
  • Sich beim Schmusen auf dem Schoß so hinlegen, dass der Mensch den Katzenklangkörper mit der Hand umständlich abstützen muss. Hält der Mensch diese Haltung nicht durch, fällt die dicke Katze im Halbschlaf runter.
  • Sendungen mit Krabbeltieren und Schlangen (z.B. "Dirty Jobs with Mike Rowe") müssen mit heftigem Schwanzpeitschen kommentiert werden.
Addendum:
  • Vom Gebälk hier in der Dachwohnung kommt man am besten herunter, wenn man durchdringend und mit großer Ausdauer Laute von sich gibt. Laute deswegen, weil das keine echten Katzengeräusche sein können. Klingt eher wie... mhm, wenn nebenan gebohrt wird. Jedenfalls muss man dann nicht selbst herunterklettern (diese agilen, geschickten Kleinräuber sehen dann so albern aus...), sondern man kann eine Zwischenstation über den Rücken von Herrchen nehmen.
  • Findet sich gerade kein Mensch dafür, wird "Bat-Cat" gespielt und mehr oder weniger sanft auf dem Bett gelandet.
  • Fisch- und Fleischstückchen müssen erjagt werden, auch wenn das mal 5m abseits des ursprünglichen Futterorts passiert.
  • Spielmäuschen verschwinden halt einfach oder werden schnellstmöglich in entpelzte PVC-Zombies verwandelt.
  • Wasser darf nicht aus den bereitgestellten Schälchen kommen, sondern aus einer Blumenvase.
  • Frauchens Zehen sind in der REM-Phase am interessantesten. (hähähähä)
  • DerLieblingsmensch des Tages bekommt beim Aufstehen ein Katzenküsschen.
  • Lautlos gibts bei Ella nicht. Wie bei alten Menschen auch wird bei jeder Veränderung in der Vertikalen - Aufstehen, Strecken, Rauf- und Runterspringen (gut, das machen alte Menschen vielleicht weniger) - ein kommentierender Laut von sich gegeben.